Sicherheit und Präzision bis ins Detail

Verbau

Damit Ihr Projekt schnell und zuverlässig durchgeführt wird, ist besonders bei der „schlüsselfertigen Baugrube“ die Erfahrung für ein wirtschaftlich optimales Ergebnis gefragt. Mit unserem Know-how und unseren maßgeschneiderten Lösungen werden bei dieser Komplettleistung der Zeitaufwand und die Kosten für das Projekt deutlich gesenkt. Durch die kompetenten Techniker in unserem Unternehmen ist die Leistung „schlüsselfertige Baugrube“ die Basis für Ihr Bauvorhaben:

 Entwicklung des Baugrubenkonzeptes // Planung und statische Bearbeitung // Kampfmittelerkundung // Herstellen der Baugrubensicherungssysteme // ggf. Planung und Umsetzung // Wasserhaltung // Aushub und Grobplanie (zumeist in  Kooperation mit lokalen Erdbauunternehmen) // Rückbau der Baugrubensicherung

Spundwandverbau

Spundwände dienen zur temporären Baugrubensicherung und zur Sicherung von Geländesprüngen und können eingerammt, einvibriert oder eingepresst werden. Gegenüber anderen Verbaumethoden bilden im Schloss gerammte Spundwände einen wasserundurchlässigen Verbau und werden meist zur Baugrubenumschließung im Grundwasserbereich oder auch im offenen Wasser als Dichtwände eingesetzt. Durch den Einsatz von unseren modernsten, hochfrequenten Anbau- oder Aufsatzvibratoren mit verstellbarem statischen Moment entstehen bei den Einbauarbeiten der Spundbohlen nur geringe Schwingungen, welche das Arbeiten im innerstädtischen Bereich erlauben.

Trägerverbau

Der Trägerverbau wird meistens zur Sicherung von Baugruben und Geländesprüngen oberhalb des Grundwasserspiegels verwendet. Je nach Verbautiefe und örtlichen Gegebenheiten wird dieser freistehend, ausgesteift oder rückverankert hergestellt. Dafür werden von Geländeoberkante vertikale Bohrungen niedergebracht, in denen im statisch erforderlichen Regelabstand Profilstahlträger (HEB- oder Doppel U-Stahl Profile) eingebaut werden. Im Zuge des Baugrubenaushubs werden dann entweder Holz-, Leichtprofil-, Stahlblech-, Betonfertigteil- oder Spritzbetonausfachungen zwischen den Trägern verbaut, so dass eine durchgehende, geschlossene Verbauwand entsteht. Der Einbau der vertikalen Stahlträger ist je nach Baugrundverhältnissen auch rammend oder vibrierend, mit oder ohne Auflockerungsbohrungen möglich.

Verankerungen

Verankerungen werden vor allem bei größeren Baugrubentiefen zur Abtragung der horizontalen Erddrucklasten erforderlich. Hierbei werden von einem Voraushubniveau geneigte Kleinbohrungen abgeteuft, in denen dann der Anker oder Nagel eingebaut und mit Zementmörtel im Baugrund verpresst bzw. verankert wird. Bei großen Baugrubentiefen können die Verankerungen in mehreren Lagen hergestellt werden. Verpressanker können auch als Daueranker mit besonderem Korrosionsschutz für die dauerhafte Verankerung von Stützmauern oder Geländeeinschnitten ausgeführt werden. Für die unterschiedlichen Bodenformationen stehen wir mit allen gängigen Bohrverfahren, wie z. B. Überlagerungsbohren, Doppelkopfbohren, Rammbohren, Schneckenbohren sowie Imlochhammerbohren zur Verfügung.

Großbohrtechnik

Pfahlwände werden vorwiegend bei schwierigem bzw. sensiblem Umfeld und Untergrund zur Baugrubensicherung eingesetzt. Bohrpfahlwände werden dort eingesetzt, wo andere Baugrubenverbauten aufgrund der Belastungen oder der Tiefe nicht mehr möglich sind. Weitere Gründe für den Einsatz, insbesondere im innerstädtischen Bereich, sind die nahezu erschütterungsfreie Herstellung und die geringe Nachgiebigkeit des Verbaus. Als steife Verbauart ermöglichen Bohrpfahlwände es, in allen anstehenden Bodenformationen und bei allen Grundwasserständen Lasten aus benachbarten Gebäuden, Verkehrsanlagen oder Geländesprüngen setzungsfrei abzufangen. 

Man kann Bohrpfahlwände nicht nur zur temporären Baugrubensicherung, sondern auch als dauerhaftes Gebäudeelement miteinbeziehen. Sie bietet sich für dauerhafte Sicherungsmaßnahmen wie zum Beispiel Hangsicherungen oder Außenwände von Tiefgaragen an. Die Ausführung von Pfahlwänden kann überschnitten (wasserundurchlässig), tangierend oder aufgelöst mit Spritzbetonausfachung erfolgen. Auch in unmittelbarer Nähe zu Nachbargebäuden ist die Ausführung mittels VDW-Bohrverfahren (Vor-der-Wand) möglich.

VdW (Vor-der-Wand)

Mit der Vor-der-Wand-Sicherung (VdW) bieten wir eine wirtschaftliche Lösung für Baugruben, bei denen vorhandene Bauwerke oder Grundstücksgrenzen berücksichtigt werden müssen. Die Sicherung erfolgt direkt vor einer bestehenden Wand oder Konstruktion und schafft dadurch den nötigen Raum für die Bauarbeiten.

Schneckenortbetonpfähle (SOB)

Das SOB-Verfahren ist eine wirtschaftliche, erschütterungsarme und relativ leise Methode zur Herstellung von Bohrpfählen. Bei dieser Art der Pfahlherstellung kommt keine Verrohrung zum Einsatz. Die Stützung des Erdreichs erfolgt über die mit Bohrgut gefüllte Schneckenwendel. Beim Ziehen des Schneckenstrangs wird zeitgleich über die Schneckenseele Beton in den Pfahl gepumpt. Das SOB-Verfahren ist besonders wirtschaftlich bei der Pfahlherstellung und im Grundwasser.

Nagelwände

Eine der wirtschaftlichsten Möglichkeiten der Baugruben- und Geländesicherung ist das Herstellen von vernagelten Spritzbetonwänden. Dabei werden die Böschungs- bzw. Baugrubenwandflächen mit Bewehrungsmatten und entsprechendem Spritzbetonauftrag gesichert. Je nach statischer Erfordernis wird die Baugrubenwand mit Erdnägeln oder Verpressankern rückverhängt. Dabei können je nach Tiefe mehrlagige Nagelreihen zur Ausführung kommen. Die Ausführung wird sowohl für temporäre als auch permanente Zwecke angewandt. Eventuelles Schicht- und Stauwasser kann über Drainmatten oder Entwässerungsöffnungen abgeleitet werden. Die Hangsicherung wird kontinuierlich lagenweise mit dem vorauseilenden Erdaushub eingebracht. Die Ausführung der Spritzbetonarbeiten kann im Nass- oder Trockenverfahren ausgeführt werden.

Stahlkonstruktionen

Die von uns gefertigten Stahlkonstruktionen sind geschweißte Elemente aus Stahl, die hauptsächlich zur Aussteifung von Baugruben verwendet werden. Stahl bietet als bevorzugter Baustoff im Spezialtiefbau viele Vorteile bei großen Spannweiten und hohen Anforderungen an die Tragfähigkeit. Ob als Ankervergurtung, Steifenrahmen, Träger-, Rohrsteifen oder Hilfsbrücken. Unsere kompetenten Schweißer passen die Stahlkonstruktionen vor Ort an jede Baugrubengeometrie an. Die Aussteifung von Baugruben mit Stahlkonstruktion ist die Alternative, wo keine Rückverankerung möglich ist.

Grundwasserhaltungen

Sehr oft werden Baugruben in grundwasserführenden Bodenschichten erforderlich. Um eine trockene Baugrubensohle zu erhalten, wird innerhalb der Baugrube häufig eine Grundwasserabsenkung ausgeführt, welche durch uns meist mit Schwerkraftbrunnen als geschlossene Wasserhaltung realisiert wird. Dazu werden Absenkbrunnen, aber auch Schluckbrunnen in den verschiedensten Querschnitten und Längen hergestellt. Der Ausbau kann mit Stahl, PVC oder Edelstahl je nach Zweck und Einsatzdauer erfolgen. Über die eingesetzten Brunnenpumpen wird das Grundwasser gefördert und der Wasserspiegel abgesenkt bzw. bei einem wasserundurchlässigen Verbau die Baugrube gelenzt und als Restwasserhaltung betrieben. Von der Planung bis zur Ausführung bieten wir Ihnen die komplette Umsetzung der Grundwasserhaltung für Ihre Baumaßnahme inklusive Überwachung und Monitoring. Die Bemessung als auch die behördlichen Genehmigungen (Wasserrecht) können von uns übernommen werden.

Ihre Projektanfrage ist hier richtig!

Kontaktieren Sie uns gerne mit Ihrer Anfrage. Bitte halten Sie folgende Angaben bereit: Bauvorhaben mit Ort, geplanter Ausführungsbeginn, Gewerk, Rücklaufdatum, Baugrundgutachten, Pläne sowie ggf. Leistungsverzeichnis (GAEB-Datei X83).